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Bikergottesdienst am Pfingstmontag

Heute war unser Bikergottesdienst, bei Sonnenschein, erst am Schluss strahlend, aber trocken!
Waow, soviele waren gekommen, überwältigend - einige neue Gruppen und Mc ´ s haben den Weg zu uns gefunden.
Zur Begrüßung gabs Nutscorners, wie jedes Jahr - und Heino Rita Eckert teilte die kleinen PINS aus und die Liedblätter.
Unser Diakon Oliver Schardt hat den Gottesdienst zelebriert, wie immer eine sehr schöne Predigt gehalten. Merxummer Benno Nürnberg sprach die Begrüßungsworte. Grußworte gabs vom Ortsvorsteher von Frauenberg, der ebenfalls Motorradfahrer ist.
Unterstützt wie immer vom Sportverein FC Lauretta, die für Getränke, Kuchen und Gegrilltes sorgten.
Wir bedanken uns für alle Spenden, die wir erhielten, von der Verbandsgemeinde Baumholder über die Volksbank Rhein-Nahe-Hunsrück eG, die Kreissparkasse und dieses Jahr auch von der OIE( zum ersten Mal) , wie auch der Wirt der Stammkneipe Schleiferstube von Erika und Claus Dreher haben uns, wie seit Jahren unterstützt. Viele bekannte und unbekannte private Spender tragen dazu bei, dass wir auch dieses Jahr wieder das Kinderheim in Niederwörresbach unterstützen mit einer Spende.
Zwei Gruppen des Kinderheimes waren zu Besuch und bestaunten die vielen Motorräder.
Danke an alle, die sich beim Auf und Abbau beteiligt haben, bei Oliver Schardt und Werner Reiche, die mit mir die Texte und Lieder für den Gottesdienst zusammengestellt haben.
Und last not least aber sehr herzlich auch ein Danke an Bernd Diehl mit seinem Musikerfreund Hendrik, die Lieder zum Mitsingen, wie Danke für diesen guten Morgen und Möge die Straße, aber auch abgestimmt auf die Zeit - ein Friedenslied von Udo Lindenberg - Komm wir zeihen in den Frieden und das Hallelujah von Cohen sangen, einige mit Gänsehautcharakter ????
Bernd begleitet uns jetzt seit 3 Jahren kostenlos durch den Gottesdienst, so bleibt mehr zum Spenden???? Danke
Und ein langer Tag geht zu Ende, glücklich und dankbar für das gute Gelingen, freuen wir uns, wenn es nächstes Jahr zum Jubiläum heißt - auf nach Frauenberg - Pfingstmontag 11 Uhr !

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Offene Kirche

Offene Kirche

 

                    2. Juli   6. August   3. September    1. Oktober 

 

Zum Nachdenken

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Das bekannteste Kind der bekanntesten Kinderbuchautorin der Welt ist bestimmt Pippi Langstrumpf. Rote Zöpfe, ein kunterbuntes Haus, ein Äffchen und ein Pferd.Auch bei mir klappt da die „Ach ja – kenn ich“-Mausefalle zu, zumal dann, wenn nicht nur eines, sondern gleich mehrere Kinder mit dem Werk Astrid Lindgrens vertraut gemacht werden müssen – was ich als eine meiner vornehmsten Aufgaben als Patentante betrachte.

Pippi Langstrumpf kenne ich gut. Und hatte, wie ich jetzt feststellen musste, keine Ahnung von ihr. Die Erzählung vom Entstehen des ersten Buchs von Astrid Lindgren geht so: Mutter verstaucht sich bei Glatteis den Knöchel,
muss vier Wochen liegen und stenographiert in dieser Zeit die Abenteuer eines rotbezopften Mädchens in ihren Block. Den Namen Pippi Langstrumpf hat zuvor ihre eigene Tochter erfunden. Das Manuskript bekommt die
Tochter zum Geburtstag.

Aber das war Anfang der 1940er Jahre, und die Welt war im Krieg. Astrid Lindgren hatte durch eine Tätigkeit bei der schwedischen Postzensur tiefe Einblicke in die Wirklichkeit des Krieges bekommen. In ihr persönliches
Kriegstagebuch schreibt sie Passagen aus erschütternden Briefen von Verfolgten des Nazi-Regimes ab.

Und Pippi Langstrumpf? Die wird in gerade auf Astrids Lindgrens Schreibblock geboren. Und besucht in dieser Zeit einen Zirkus. Aber statt brav die Vorführung anzusehen, führt Pippi den diktatorischen Zirkusdirektor vor – und besiegt im Handumdrehen dessen Hauptattraktion, den starken Adolf, den „schdärksten“ Mann der Welt.

 „Seid untertan der Obrigkeit, die über euch ist.“ – Dieser viel zitierte Satz aus der Bibel hat zu oft dazu geführt, dass Menschen ihrer jeweiligen Obrigkeit bedingungslosen Gehorsam leisteten. Für Pippi Langstrumpf bedeutet er nichts. Obrigkeiten aller Art, die Lehrerin, Polizisten, die Fürsorgerin Frau Prusselius – die alle entwaffnet sie auf ihre unnachahmliche Weise. Meist muss sie nicht einmal handgreiflich werden. Es reicht, dass sie die Dinge hinterfragt und sich von Autoritäten nicht beeindrucken lässt.

Am 20. Juli jährt sich der Tag des Attentats auf Adolf Hitler, den damals vermeintlich „schdärksten Mann der Welt“ zum 81. Mal. Die Entscheidung, dieses Attentat zu versuchen, ist in einem langen Ringen um den Satz vom
„der-Obrigkeit-untertan-sein“ entstanden. Und ich denke daran, dass wir aufpassen müssen: Brav dasitzen und dem politischen Zirkus unserer Welt mit seinen starken Männern bloß zusehen, das kann es nicht sein. Sonst
bekommen wir eine Welt, die keinem von uns mehr gefällt.

Ihre Pfarrerin Claudia Konnert

 Pipi Langstrumpf